Erstes Drohnen-Warnsystem auf dem Markt

26/1/2015

DroneTracker schützt vor Bedroh(n)ung aus der Luft

Das deutsche Unternehmen Dedrone GmbH bringt das weltweit erste professionelle Drohnen Detektions- und Warnsystem auf den Markt. Der so genannte DroneTracker erkennt unbemannte Flugobjekte und schützt vor Spionage, Schmuggel, Terrorakten und Verletzungen der Privatsphäre.

„Dass gestern eine Drohne an allen Sicherheitsvorkehrungen vorbei auf das Gelände des Weißen Hauses vordringen konnte, zeigt die immense Wichtigkeit eines funktionierenden Schutzsystems", so Dr. Ingo Seebach, Gründer und Geschäftsführer von Dedrone. Der von seinem Unternehmen entwickelte DroneTracker detektiert sich nähernde Flugobjekte mittels verschiedener akustischer und visueller Sensoren. Das Gerät mit einem Durchmesser von ca. 60 cm und einer Höhe von 15 cm wird entweder an Gebäudewänden, Fenstern oder speziellen Befestigungsvorrichtungen angebracht. Entdeckt der DroneTracker eine Drohne im überwachten Luftraum, löst er einen Alarm aus, sodass das Sicherheitspersonal weitere Maßnahmen ergreifen kann. Eine Kamera speichert Bilder und Videos und liefert damit wichtige Informationen und Beweise. Offizieller Verkaufsstart für den DroneTracker ist Mitte April 2015.

Missbrauchspotential für Drohnen ist groß

Drohnen können für viele sinnvolle Aufgaben genutzt werden, beispielsweise um Brücken oder Stromleitungen zu inspizieren. Sie können aber auch sensible Industriebereiche ausspionieren, Drogen oder Waffen in Gefängnisse schmuggeln und schlimmstenfalls sogar Sprengkörper abwerfen. Dabei werden die kleinen Fluggeräte immer leistungsfähiger und günstiger: Eine Drohne, die bis zu 5 Kilogramm tragen und mehrere Kilometer weit fliegen kann, ist schon für unter 1.600 Euro zu haben. Per GPS-Steuerung und Autopilot können sie völlig automatisch mehrere Kilometer weit vom Piloten entfernt fliegen. „Mit der wachsenden Leistungsfähigkeit der Drohnen steigen auch die Möglichkeiten, sie für kriminelle Zwecke zu missbrauchen", erklärt Seebach. „Die Liste unserer Interessenten ist daher lang und reicht von öffentlichen Einrichtungen und Sicherheitsbehörden über Industrieunternehmen bis hin zu Prominenten."

Mit dem Drohnen-Warnsystem dürfte Dedrone tatsächlich einen Nerv treffen: Weltweit werden immer mehr Hobby-Fluggeräte an Privatleute verkauft, aktuell sind es etwa 300.000 Stück im Monat. Und die Meldungen über Zwischenfälle mit Drohnen häufen sich. Erst zwei Tage vor dem Zwischenfall in Washington war eine mit Drogen beladene Drohne beim Anflug an ein Zellenfenster im Hamburger Untersuchungsgefängnis abgestürzt. Und am 20. Januar meldeten verschiedene Medien, dass eine Drohne über dem Élysée Palast in Paris die französischen Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt hatte.

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Dedrone GmbH

Die Dedrone GmbH entwickelt und produziert mit dem DroneTracker das erste professionelle Drohnen- Erkennungs- und Warnsystem. Es integriert sich in bestehende Alarmanlagen, ist modular aufgebaut und funktioniert mittels neuartiger Sensoren. Das Produkt befindet sich derzeit im Beta-Stadium und ist ab Mitte April 2015 erhältlich.

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