Verkehrsminister plant Registrierungspflicht für Drohnen

von
Friederike Nielsen
8/11/2015

Nachdem Ende Oktober das amerikanische Verkehrsministerium eine Registrierung von Hobbydrohnen angekündigt hat, zieht nun auch Deutschland nach: Das Bundesverkehrsministerium will einen Führerschein für gewerbliche Drohnenpiloten einführen. Außerdem soll es eine Kennzeichnungspflicht für alle Drohnen ab 500 Gramm geben, um bei Missbrauch oder Unfällen den Piloten ausfindig machen zu können.

Nach Ansicht von Dedrone-Geschäftsführer Jörg Lamprecht kratzen die Regeln nur an der Oberfläche des Problems: „Der Ruf nach mehr Regulierung ist verständlich, zeigt aber letztendlich die Hilflosigkeit der Behörden. Jemand, der mit einer Drohne Drogen in ein Gefängnis fliegen oder ein Unternehmen ausspionieren will, wird sich kaum Gedanken um einen Pilotenschein machen, geschweige denn eine registrierte Drohne verwenden.“

Schätzungen zufolge werden in diesem Jahr weltweit bis zu 4.3 Millionen Drohnen verkauft. Ein riesiger Teil davon über das Internet. Außerdem ist es inzwischen ein Leichtes, sich selbst eine Drohne aus einem Baukasten zusammenzubauen oder sie mit dem 3D-Drucker auszudrucken. „Gesetze und Regeln sind kooperative Systeme, die leicht umgangen werden können. Meiner Meinung nach kann man den Risiken, die die Drohnentechnologie mit sich bringt, nur mit einer technischen Antwort begegnen“, so Lamprecht.

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