Drohnen-Kuriere über Gefängnissen - was kann man tun?

von
Friederike Nielsen
16/9/2015

Der englische Nachrichtensender BBC hat gerade berichtet, dass es laut Angaben des britischen Justizministeriums in den ersten fünf Monaten in 2015 bereits neun Versuche gegeben hat, mit Drohnen Drogen und andere verbotene Waren in Gefängnisse in England und Wales zu fliegen. Im August hat die amerikanische die Polizei einen Versuch vereitelt, bei dem Schmuggelware mit einer Drohne in ein US-Gefängnis in Maryland transportiert werden sollte. Zur selben Zeit berichteten deutsche Medien über einen ähnlichen Vorfall, der sich im Juni in Baden-Württemberg ereignet hat. Dedrone-Geschäftsführer Jörg Lamprecht schätzt die Lage wie folgt ein:"Verbotene Waren in Gefängnisse zu schmuggeln, ist ein uraltes Problem - aber die Drohnentechnologie erschwert den Kampf dagegen um ein Vielfaches. Der Schmuggel per Drohne ist eine Herausforderung, der sich alle Gefängnisse stellen müssen, denn die Technologie wird immer gegenwärtiger und ausgereifter. 4,3 Millionen Drohnen werden in diesem Jahr voraussichtlich ausgeliefert. Während die große Mehrheit für die Freizeitgestaltung genutzt werden wird, wird eine gewisse Anzahl von Kriminellen eingesetzt werden – so, wie viele andere Technologien auch. Die Drohnentechnologie entwickelt sich so schnell weiter, dass es für Gefängnisse schwierig ist, mit den Risiken Schritt zu halten. Drohnen können wie Vögel aussehen, und sie können automatisch vorab einprogrammierte Routen abfliegen, während sich der Pilot ganz woanders aufhält und kaum fürchten muss, entdeckt zu werden.Während die Schmuggler beispielsweise in Maryland ihre Aktivitäten tagsüber unternommen haben, müssen sich die Gefängnisse überlegen, wie sie einen Schutz vor Abwürfen bei Dunkelheit oder vor Drohnen, die nicht wie solche aussehen, rund um die Uhr gewährleisten können."Sehen Sie dazu auch diese Videos:

Dedrone your prisonWhat drones are capable of

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