Commerzbank-Arena in Frankfurt testet den DroneTracker

von
Friederike Nielsen
3/11/2016

Illegale Film- und Fotoaufnahmen, Unterbrechungen, Terrorangriffe – handelsübliche Drohnen stellen für Stadien eine wachsende, reale Gefahr dar. Zahlreiche Polizei-, Sicherheits- und Medienvertreter kamen daher am 31. Oktober in die Commerzbank-Arena, die Spielstätte des Bundesliga-Clubs Eintracht Frankfurt, um sich einen Eindruck von der Funktionsweise des DroneTrackers  zu verschaffen.

Gemeinsam mit dem Partner AntiDrones hat Dedrone ein mobiles DroneTracker-System aufgebaut und vor Ort gezeigt, wie das System verschiedene Drohnentypen in Echtzeit erkennt und Alarm auslöst. „Das BKA hält es grundsätzlich für möglich, dass Fußballstadien als Ziel für Drohnen gelten“, sagte Patrick Meyer, Geschäftsführer der Commerzbank-Arena dem Hessischen Rundfunk. „Wir haben jetzt noch keine konkreten Anhaltspunkte für so etwas, aber wir müssen auf jeden Fall voraus sein, um so etwas in Zukunft zu verhindern.“ In Deutschland sind zurzeit mehr als 400.000 zivile Drohnen unterwegs, so eine aktuelle Schätzung der Deutschen Flugsicherung (DFS). Obwohl die meisten von ihnen zur Kategorie "Spielzeug" zählen, stellen sie eine wachsende Gefahr dar. Besonders brisant sind jene Drohnen, die eine Nutzlast von mehr als einem Kilogramm tragen können. Hochauflösende Foto- und Videokameras an Bord verletzen immer häufiger Persönlichkeitsrechte, Kriminelle nutzen Drohnen zum Transport von Sprengstoff oder Waffen. Erst vor wenigen Wochen tötete der IS im Irak mehrere Soldaten mit einer kleinen Sprengstoff-Drohne. 

TV-Beitrag der Hessenschau über die Vorführung des DroneTrackers in der Commerzbank-Arena

TV-Beitrag des SWR über die Gefahren durch Drohnen und die Demo in der Commerzbank-Arena

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